Angebot/Fachbereiche
Das biete ich an:
Diagnostik
Coaching im Bereich "Aktivitäten des täglichen Lebens"
Teletherapie
Post- und Long Covid
Hausbesuche weitreichend
Pertra-Set, FEW-2
Ergotherapeutische Heilmittel
MOTORISCH-FUNKTIONELLE BEHANDLUNG
Eine motorisch-funktionelle Behandlung dient der gezielten Therapie der Beeinträchtigungen der Aktivitäten und Teilhabe durch krankheits- oder unfallbedingte Schädigungen der die Bewegung betreffenden Funktionen bzw. Strukturen. Dabei kann das periphere Nervensystem betroffen sein. Thermotherapie kann die motorisch-funktionelle Behandlung unterstützen.
Beispiele für Krankheitsbilder:
- nach Frakturen, z. B. Zustand nach (Z.n.) Radiusfraktur
- Arthrose
- Sehnenscheidenentzündung
- Rheumatische Arthritis
Praxisbeispiel: Ein Klient mit einer unfallbedingten Amputation des linken Zeigefingers möchte den Briefkontakt zu seiner Großtante wieder aufnehmen. In der Betätigungsanalyse zeigt sich, dass er Linkshänder ist und aufgrund dessen den Stift nicht mehr halten und schreiben kann. Gemeinsam werden Strategien zur Umsetzung des Ziels erarbeitet. Denkbar wäre z. B. eine Veränderung der Stifthaltung (z.B. ersetzt der Mittelfinger die Funktion des Zeigefingers beim Halte- und Schreibprozess) oder/ und eine Schreibhilfe als Hilfsmittel wird ausprobiert.
SENSOMOTORISCH-PERZEPTIVE BEHANDLUNG
Eine sensomotorisch-perzeptive Behandlung dient der gezielten Therapie bei krankheits- oder unfallbedingten Schädigungen der Wahrnehmung oder des Zusammenspiels von Bewegung und Wahrnehmung, die Einschränkungen der Alltagsaktivitäten und ggf. der Teilhabe bedeuten.
Beispiele für Krankheitsbilder:
- M. Parkinson
- Z.n. Apoplex
- Multiple Sklerose
- Entwicklungsstörungen
Praxisbeispiel 1: Eine Klientin hat einen Schlaganfall/ Apoplex erlitten. Zu Hause angekommen, werden in der Ergotherapie ihre Therapieziele ermittelt. Es ist ihr wichtig morgens selbstständig ihr Frühstück einnehmen zu können. In einer Betätigungsanalyse fällt auf, dass die Klientin beim Kaffeetrinken mehrfach neben die Tasse greift, bevor sie diese fassen kann und diese dann statt zum Mund zur Nase führt. Neben wirksamen Kompensationsstrategien werden auch das Zusammenspiel räumlich objekt- und körperbezogener Wahrnehmung und damit einhergehende Bewegungen erarbeitet, damit die Klientin ihre für sie bedeutsame Betätigung wieder zu ihrer Zufriedenheit ausführen kann.
Praxisbeispiel 2: Ein Junge hat auf Grund einer umschriebenen Entwicklungsstörung motorische Schwierigkeiten. Er möchte gerne mit seinen Freunden zusammen mit dem Fahrrad zur Schule fahren können. In der Betätigungsanalyse stellt sich heraus: Der Junge verliert beim Aufsteigen auf das Fahrrad schnell das Gleichgewicht und hat Schwierigkeiten koordiniert alternierend in die Pedale zu treten. Schritt für Schritte werden die einzelnen Aktionen analysiert und Lösungsstrategien erarbeitet. Nach und nach gelingt dem Jungen die Umsetzung, bis er schließlich sein Ziel erreicht.
PSYCHISCH-FUNKTIONELLE BEHANDLUNG
Eine psychisch-funktionelle Behandlung dient der gezielten Therapie von Einschränkungen der Alltagstätigkeiten und ggf. der Teilhabe durch krankheitsbedingte Schädigungen mentaler Funktionen, die insbesondere die Psyche und das soziale, emotionale Verhalten und ggf. die Bewegung bzw. die Wahrnehmung betreffen.
Beispiele für Krankheitsbilder:
- Autismus
- ADS/ ADHS
- Angststörung
- Borderline-Störung
Praxisbeispiel: Die Mutter eines Jungen mit frühkindlichem Autismus wünscht sich, dass er morgens ohne Widerstreben und Unruhe mit den anderen Kindern in den Schulbus steigt. Eine individuelle Betätigungsanalyse und anschließende Therapieeinheiten ergeben: Wenn der Junge auf dem Sitzplatz ganz vorne im Bus Platz nehmen darf, verhält er sich fast immer ruhig. Zusätzlich stellt sich heraus, dass er auf unerwartete Berührungen von anderen Schulkindern mit Unruhe und Abwehr reagiert. Mit Hilfe der Klassenlehrerin werden die Mitschüler darüber informiert und darum gebeten, auf die Empfindungen des Jungen Rücksicht zu nehmen.
HIRNLEISTUNGSTRAINING/ NEUROPSYCHOLOGISCH ORIENTIERTE BEHANDLUNG
Ein ergotherapeutisches Hirnleistungstraining dient der gezielten Therapie von Einschränkungen der Aktivitäten und ggf. der Teilhabe krankheits- oder unfallbedingter Einschränkungen der geistigen, kognitiven Funktionen.
Beispiele für Krankheitsbilder:
- depressive Störungen
- kognitive Einschränkungen z. B. durch Schlaganfall, Multiple Sklerose, Kopfverletzungen
Praxisbeispiel: Ein Klient nach einem Schädelhirntrauma beginnt eine Wiedereingliederung in seinem Beruf als Sekretär. In der Arbeit stößt er immer wieder an seine Grenzen und ihm unterlaufen Fehler. In der Ergotherapie wird bei der Betätigungsanalyse gemeinsam erhoben, dass er sich die mündlichen Anweisungen seines Chefs nur begrenzt merken kann. In der darauf folgenden Interventionsplanung werden auf seinen Wunsch hin die Merkfähigkeit zunächst in Bezug auf kurze, später auf längere Anweisungen trainiert. Parallel werden Kompensationsstrategien (z. B. Diktiergerät, das Anfertigen von Kurznotizen mit Hilfe von Schlagworten …) sowie die Kommunikation mit dem Chef über seine derzeitige Situation besprochen.
Alle Heilmittel sind sowohl als Einzel-, Gruppen- oder Parallelbehandlung möglich. Bei einer Einzeltherapie werden mit Hilfe einer direkten therapeutischen Intervention individuell und gezielt alltägliche Aktivitäten gefördert. In einer Parallelbehandlung werden unter bestimmten Voraussetzungen, wie z. B. Verordnung desselben Heilmittels, zwei Patient*innen von einem bzw. einer Therapeut*in gleichzeitig behandelt. Dies kann bei einem Ziel wie der Förderung der Konzentration oder der geteilten Aufmerksamkeit, z. B. bei den Hausaufgaben, hilfreich sein. Die Gruppentherapie (3-6 Personen) ist bei einer Zielsetzung in Bezug auf gruppendynamische und soziale Aspekte von alltäglichen Handlungen hilfreich. (darf ich Gruppentherapie machen?
Fachbereiche der Ergotherapie:
- Pädiatrie(Kinderbehandlungen)
- Neurologie (Hirnorganische Erkrankungen)
- Geriatrie (altersmedizinische Behandlung)
- Orthopädie / Rheumatologie / Traumatologie.
- Hirnleistungstraining ( neuropsychologische Behandlung ) Behandlungsverfahren.
- Psychiatrie.